Kindertagespflege Britta Bormann

Mein Konzept

„Aus dem Licht sind wir gekommen, aus den reinen Himmelshöh’n. Kommen nieder auf die Erde, um ganz fest auf ihr zu steh’n.“

Wie ich arbeite, woran ich glaube und wie unser Alltag aussieht – einfühlsam, an die Waldorfpädagogik angelehnt, in einer kleinen, familiären Gruppe.

Wer ich bin

Über mich

Seit 1999 besuche ich regelmäßig Vorlesungen und Seminare am Waldorf-Erzieherseminar und habe dort die Ausbildung zur Wiegestuben- und Spielgruppen-Leiterin abgeschlossen. Ebenfalls am Erzieherseminar habe ich 2004, nach 16 Monaten, die Ausbildung zur Tagesmutter abgeschlossen. Seit 2005 betreue ich – in Zusammenarbeit mit Fabido als Träger – Kinder unter 3 Jahren.

Wenn Menschen mich fragen: „Ist das nicht anstrengend?“, antworte ich: „Nein – für mich ist das nicht anstrengend, es ist sehr schön!“ Durch das Hinterfragen und Hineinfühlen habe ich eine Idee davon bekommen, was das Wort „Berufung“ bedeutet.

Wenn man eigene Kinder hat, weiß man, was für ein Kind sinnvoll und praktisch ist. Deshalb habe ich in unserem Haus und Garten die Räumlichkeiten so verändert, dass ein Klein(st)kind sich frei und optimal entwickeln und spielen kann. Dazu gehören unter anderem ein Spielatelier, der Wintergarten und eine eigene Kinder-Terrasse.

Was mir am Herzen liegt

Herzensangelegenheiten

Für eine gesunde Entwicklung eines Kleinkindes ist eine ruhige, in sich harmonisch gestaltete, chemiefreie Umgebung wichtig. Vertrauen und Sicherheit bieten Rituale sowie Rhythmen und sich wiederholende Abläufe. Essenziell ist es, eine heimische und vertraute Umgebung zu schaffen. Ausgewähltes, naturbelassenes und reichhaltiges Spielmaterial rundet mein Konzept ab.

Das Wohlbefinden des Kleinkindes steht für mich an erster Stelle. Mein Betreuungsangebot möchte die berufstätigen Eltern entlasten und dem Kind ein zweites Zuhause bieten. Das alles setze ich hier in der Betreuung täglich gewissenhaft um.

Meine Haltung

An die Waldorfpädagogik angelehnt

Eine schöne Sprache sowie klangvolle, pentatonische Lieder bereichern das Seelenleben des Kindes. Bei meinen Kinderbüchern achte ich auf schöne Reime und ansprechende Bilder oder Aquarelle.

Nie allein, immer begleitet von mir, der konstanten Bezugsperson, und umgeben von liebgewonnenen Spielbegleitern lernt das Kind – am besten in der Gemeinschaft mit anderen.

Gemeinsam wachsen

Das Kind in der Gruppe

Durch meine empathische und klare Ansprache kann sich das Kind auf mich verlassen. Ich trage die Verantwortung und übertrage sie nicht durch überflüssige Fragen auf das Kind. Eine verlässliche Zusage und Sprache geben dem Kind Sicherheit und Entspannung. So kann es sich ganz hingeben, denn es fühlt sich geborgen.

Einen besonderen Stellenwert hat das familiäre Miteinander zwischen Tagesmutter und Tageskindern. Fröhlich und mit geborgener Sicherheit leben wir in den Tag hinein. Auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes gehe ich ein – mit Rücksicht auf die ganze Gruppe, sodass jedes Kind seine Persönlichkeit entfalten kann.

Ein Kind, das sich gerne viel bewegt, kann hier schaukeln, rutschen, balancieren oder mit dem Holzauto fahren. Ein Kind, das sich zunächst lieber allein beschäftigt, bekommt Raum zum Anschauen von Büchern, für Steckspiele oder einfach zum Beobachten.

Unser Rhythmus

Rhythmus, Lieder und Rituale

Sind die Grundbedürfnisse Liebe, Geborgenheit, Nähe, Ruhe, Vertrautheit und Sicherheit im Kind verankert, weckt das Interesse und Freude am Leben. Durch meinen rhythmischen Tagesablauf haben die Kinder die Möglichkeit, nachahmend tätig zu sein – denn Kinder sind durch und durch Sinnes-Wesen, die nachleben und nachspielen, was sie erleben.

Durch Liebkosen, Fingerspiele und kleine Reigen entwickeln sich Sprache und Motorik. In Bewegung zu sein – geistig wie körperlich – fördert die kognitive und soziale Entwicklung des Kindes.

Die Lieder und Melodien passe ich an die Jahreszeiten an. Ritualisierte Lieder, etwa zur Aufräum- oder Schlafenszeit, laden zum Mitsingen ein. Durch sich wiederholende Abläufe und Worte prägt sich das Kind Worte und Abläufe ein – das gibt Sicherheit und Stabilität und stärkt Selbstwertgefühl und Wahrnehmung.

Meine Tätigkeit als Tagesmutter ist Berufung und eine Herzensangelegenheit. Das Vertrauen des Kindes und seiner Eltern ist für mich die größte Motivation.

Gut zu wissen

Die häufigsten Fragen rund um den Alltag – einfach aufklappen.

Wie läuft die Eingewöhnung?

Die Eingewöhnung zieht sich über etwa zwei Wochen. In der ersten Woche gewöhnt sich die Mutter oder der Vater gemeinsam mit dem Kind ein, in der zweiten Woche bleibt das Kind schon stundenweise allein. Während die Kinder sich mit Umgebung und Spielzeug vertraut machen, lernen Eltern und Kinder unsere Gewohnheiten kennen – zum Beispiel im Sitzen zu essen und zu trinken, um Unfälle zu vermeiden.

Manche Bereiche sind für Kinder nicht selbstverständlich zugänglich, etwa das WC. Aus Sicherheitsgründen wird auf Stühle und Bänke nicht geklettert und auf dem Sofa nicht gehüpft – auch wenn es im ersten Moment Freude bereitet. Ich bitte die Eltern, diese Gewohnheiten im Sinne der Sicherheit ihres Kindes mitzutragen. Besonders vorbereiten muss man sich nicht: Wir lernen uns erst einmal kennen, und der Tagesablauf stellt sich innerhalb der Gruppe von selbst ein.

Wie ist der Tag aufgebaut?

Nach dem mitgebrachten Frühstück beginnt das Freispiel. Kinder lernen durch Nachahmung. Für die Kindertagespflege heißt das: Ich gestalte meinen Tagesablauf in Ruhe und mit Gelassenheit – mit allen Aufgaben, die zu einer Tagesmutter gehören: kümmern, kochen, basteln, singen, aufräumen, pflegen, handarbeiten. Durch ein „in sich ruhendes Vorbild“ kommen die Kinder selbst zur Ruhe, finden ins Spiel oder dürfen mithelfen.

Durch unser Aufräum-Ritual weiß jedes Kind, wohin das Spielzeug gehört und wo es seinen Platz wiederfindet. Auch das gibt Sicherheit in einer vertrauten Umgebung.

Was gibt es zu essen und zu trinken?

Frühstück, Zwischenmahlzeit und Trinkflasche bringen die Kinder mit – so weiß jede Familie, was das eigene Kind gegessen und getrunken hat. Zum Mittagessen, vor dem Mittagsschlaf, koche ich täglich frisch, biologisch und vegetarisch: sowohl in Breiform für die Allerkleinsten als auch zum Greifen oder mit Besteck für die schon geschickteren Kinder.

Unsere Mahlzeiten nehmen wir gemeinsam am großen Eichentisch ein, mit ausreichend Hochstühlen und Sicherheitshaltern. Aus Sicherheitsgründen trinkt jedes Kind sitzend, und auch mit vollem Mund bleiben wir am Tisch.

Wie wird geschlafen und geruht?

Mittagsschlaf, Erholungszeit, zur Ruhe kommen: Damit jedes Kind in Ruhe schlafen, sich erholen und Kraft tanken kann, schlafen die Kinder bei mir in separaten Kinderwagen, die alle eine waagerechte/horizontale Liegefunktion haben. Auch für kurze Schläfchen zwischendurch finden die Kinder hier Gelegenheit – sie stehen immer an einem ruhigeren Ort. Kinderbetten sind bei Bedarf auch vorhanden.

Was passiert, wenn mein Kind krank ist?

Kranke Kinder bleiben zu Hause. Sollte ich tagsüber merken, dass es einem Kind nicht gut geht – es niest häufig, die Nase läuft gelb oder grün, es hustet stark, hat Durchfall oder erbricht sich – rufe ich die Eltern an mit der Bitte, das Kind abzuholen, einen Tag zu beobachten und erst gesund wieder in die Betreuung zu bringen. Fiebernde Kinder bleiben immer zuerst einen Tag zur Beobachtung zu Hause.

Was muss ich mitbringen?

Frühstück, eine Zwischenmahlzeit und eine Trinkflasche. Für das Wickeln bringen die Eltern Windeln, 2 Pakete Feuchttücher und trockene Tücher für die Nase mit. Bei der Kleidung hat sich der bekannte Zwiebel-Look bewährt: So lässt sich jedes Kind je nach Bedarf an- oder ausziehen.

Wo findet die Betreuung statt?

Die Betreuung findet in unserem Haus und den angegliederten Räumen statt. Mein Wintergarten und das angeschlossene Atelier bieten viel Platz zum Spielen. Wir leben mit und in der Natur: umgeben von wunderschönen Bäumen und Pflanzen, Eichhörnchen naschen die Nüsse im Baum, die Vögel zwitschern um uns herum. Bei trockenem Wetter gehen wir auf die Terrasse, im Sommer in den Garten.

Gibt es Haustiere?

Ja, wir haben einen Hund, der seit Welpentagen bei uns lebt. Er mag die Tageskinder (und die Krümel am Boden), hält sich aber die meiste Zeit in seinem eigenen Bereich auf und nicht zwischen den Kindern.

Wie arbeiten wir als Eltern mit dir zusammen?

Bei Fragen und Sorgen zum Wohlbefinden oder zum Entwicklungsstand des Kindes bin ich gerne Ansprechpartnerin. Für fachlichere, biografiebezogene Themen spreche ich gerne Empfehlungen aus – als komplexe Familienberaterin für sämtliche Anliegen sehe ich mich aber nicht. Fällt mir von allein auf, dass es einem Kind an etwas fehlt, bin ich dankbar für ein offenes Ohr und einen kurzen Austausch. Lässt sich eine herausfordernde Situation nicht gemeinsam lösen, können wir jederzeit die Fachberatung in einem Drei-Gespräch hinzuziehen, um eine Lösung für alle zu finden.

In einem Kalender halte ich täglich das Wichtigste fest: Anwesenheit des Kindes, Besonderheiten (z. B. Verletzung, Stuhlgang, Erkrankung), Uhrzeit des Wickelns (mit Hinweis zum Inhalt), Schlafenszeiten, das Mittagsgericht sowie die Unterschrift der Eltern.

Öffnungszeiten & Alter

Montag und Dienstag von 7 bis 17 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 7 bis 15 Uhr. Betreut werden Kinder unter 3 Jahren.